Kleidung und Textilien

Mögliche Fragestellungen, die mit dem Themenfeld „Textilien und Kleidung“ in Verbindung stehen:

  • Wo wird unter welchen Bedingungen produziert und welche Rohstoffe werden dabei verarbeitet?
  • In welchem Ausmaß beeinflussen Modetrends unseren Konsum und inwieweit kaufen wir Kleidung zu Schnäppchenpreisen, obwohl wir sie nicht unbedingt brauchen?
  • Was mache ich mit Kleidung, die ich selbst nicht mehr trage?
  • Inwieweit schaffen Textil-Label eine Transparenz hinsichtlich der verwendeten Materialien und Produktionsbedingungen?

Das waren die Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigt haben:

 

Was beschäftigt Sie beim Thema „Kleidung und Textilien“ und wie könnte man hier Ressourcen einsparen?

Es sollte grundsätzlich eine Aufwertung von Kleidung und Textilien stattfinden. Kleider dürfen keine Wegwerfartikel werden. Wertschätzung der Kleidungsstücke ist wichtig.

Beim Thema Kleidung spielt nicht nur Ressourcenschonung eine Rolle in der Produktion, auch soziale und Umweltstandards müssen beachtet werden:

Arbeitsschutz und Menschenrechte: Arbeiter in der Textilindustrie sollten angemessen bezahlt werden und Arbeitsschutz genießen. Kinderarbeit sollte verboten sein und Menschenrechte eingehalten werden. Teilnehmende kritisierten, dass auch teure Markenhersteller in Ländern wie Bangladesh unter unmenschlichen Bedingungen produzieren lassen.  Für die Umsetzung und Kontrolle dieser Standards wurden internationale Vereinbarungen, Verbote und Gesetze diskutiert z.B. das Verbot der Einfuhr von Textilien aus Kinderarbeit.

Kennzeichnungspflicht zur Transparenz (z.B. Ampelsystem): Angeregt wurde ein Zertifikat und ein Label, das sowohl soziale Kriterien als auch Umweltschutz/Ressourcenverbrauch und chemische Belastung misst und für Langlebigkeit/Qualität steht.

Eine Alternative wurde in der Herstellung von Textilien unter besseren Bedingungen und mit mehr Kontrollen in der Region: Deutschland oder Europa gesehen (heimische/europäische Produktion). Neben den Vorzügen der besseren sozialen Bedingungen ist hier aber natürlich der Ressourcenverbrauch für die Produktion höher, wenngleich die geringeren Transportwege ressourcenschonend wären.

Modemarken mit einbeziehen: Es ist wichtig, dass Textilproduzenten und Marken darauf achten, dass diese grundlegenden Bestimmungen eingehalten werden.

Eine weitere Option wurde in der Wiederbelebung traditioneller Stoffe wie Wollstoffe, Hanf und Leinen benannt.

Mode sollte einen geringeren Einfluss haben.

Bewusstseinsbildung/Bildung:

  • Sensibilisierung von Kindern in der Schule und Handarbeitsunterricht (Flicken, Knopf annähen etc.).
  • Wiederverwertung von Alttextilien: Flohmärkte, Container Rotes Kreuz, Mode aus Alttextilien (auch im Schulunterricht), Second Hand
  • Schuluniform zur Vermeidung des Markendrucks