Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks besucht Bürgerwerkstatt

Die fünfte Bürgerwerkstatt des Bürgerdialogs „GesprächStoff: Ressourcenschonend leben“ wurde am 27. Juni 2015 in den Design Offices Am Kaiserteich in Düsseldorf durchgeführt. Besonderes Highlight der Veranstaltung war der Besuch der Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Diese war angereist, um sich ein Bild vom Bürgerdialog zu machen und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Teilnehmenden zeigten im Gespräch mit der Bundesministerin auf, wo sie Handlungsbedarf in Sachen Ressourcenschonung sehen: Ressourcenschonung sollte für den Menschen leicht umsetzbar sein, so eine Teilnehmerin, da jeder Mensch darauf bedacht sei, seine eigenen Ressourcen zu schonen und möglichst wenig Aufwand zu betreiben. Die persönliche Ressourcenschonung müsse deshalb mit der Ressourcenschonung des Planeten in Einklang gebracht werden. Ein Teilnehmer bemerkte, dass das Ressourcenschonendste sei, wenn jeder, der etwas produziert, dieses am Ende wieder zurück nehmen müsste, wie dies in der Landwirtschaft der Fall sei. Andere Teilnehmer wiesen darauf hin, dass die Sensibilisierung der Öffentlichkeit besonders bedeutsam sein, um Ressourcenschonung effektiv umsetzen zu können. Bundesministerin Hendricks ging auf die Fragen und Kommentare der Teilnehmenden ein und gab Einblicke in politische Entwicklungen, wie das Elektrogesetz, Standardisierungen sowie Umweltzeichen. Gleichzeitig verwies sie auf die Notwendigkeit, als Mensch selbst Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.
Auch der Nachmittag der Veranstaltung war geprägt von angeregten Diskussionen. Die Teilnehmenden entwickelten 19 Handlungsempfehlungen, die eine Ressourcenschonung voranbringen könnten. Besonderen Zuspruch fand beispielsweise die Idee, den Verkauf von Second Hand-Kleidung in konventionellen Modegeschäften zu integrieren („First Hand meets Second Hand“). So würde die Second Hand Sparte aufgewertet und es gäbe weniger Hemmschwellen, Second Hand Geschäfte zu besuchen. Auch der Vorschlag, den ÖPNV steuerlich zu verrechnen – ähnlich der GEZ-Gebühr – löste rege Diskussionen aus. Die Teilnehmenden zeigten auch auf, dass das eigentlich Problem beim Ressourcenschutz die Konsum- und Wachstumslogik unserer Gesellschaft sei. Solange es in Politik und Wirtschaft nur darum ginge, ein Wirtschaftswachstum zu erreichen, könnten keine wirklichen Erfolge in Sachen Ressourcenschonung erzielt werden.