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Alu in Kaffeekapseln

Wenn die Leute 60 € Aufpreis akzeptieren, um fürs Pfund Kaffee noch ein halbes Pfund Aluminium, das umgehend im Abfall landet, kaufen zu können, brauchen wir über Ressourceneffizienz nicht zu diskutieren. Kaffeekapseln sind nur ein Beispiel von vielen. Klamotten, Smartphones und vieles mehr kennzeichnen unsere Wegwerfkultur. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Die wenigen Ernsthaften werden zudem noch als Käuze belächelt; Beispiel: Wer sich beim Flugtourismus zurückhält, stößt oft auf völliges Unverständnis.
Es ist gut, dass dieser Dialog gestartet wird. Vielleicht hilft er, das deutsche Eiapopeia-Nachhaltigkeitsklima nach dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass." mal mit der Realität zu konfrontieren.

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Nächster Vorschlag

Dienstwagenprivileg

M.W. sind über 50% der Neuzulassungen Dienstwagen. Diese werden so quasi von den Arbeitnehmer-Steuerzahlern massiv subventioniert.
Wenn man dann noch davon ausgeht, dass die Dienstwagen in Gewicht/Ausstattung/Klasse eher üppig ausfallen, ließen sich vermutlich deutsche Mittelklassewagen ohne dieses "Privileg" kaum noch verkaufen. Daher werden in der dt. Automobilindustrie auch notwendige Neuerungen nur zögerlich umgesetzt bzw. werden durch entsprechende Leistungssteigerung der Motoren wieder zunichte gemacht.
Eine ökologische Lenkungsfunktion der Steuer-Rabatte ist auch in diesem Segment mehr als überfällig. Leider lenkt aber unsere Bundesregierung nur nach dem Willen der Großindustrie und nach dem Geld das winkt (Versorgung ausgedienter Politiker in der Autoindustrie und weiteren umweltschädlichen Großindustrien)!

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Transport- und Ressourcenmanagement am Beispiel von Aluminium

Aluminium ist ein Leichtmetall, welches bei der Herstellung aus Bauxit viel der Ressource Energie verbraucht. Aluminium ist aber aufgrund seiner Leichtigkeit wichtig, um andere Ressourcen zu schonen. Daher gilt es ein gutes Recycling umzusetzen. Aber wenn schon eine primäre Herstellung erfolgt, dann sollte folgender Ansatz gelten:

In Deutschland gibt es nur noch eine Produktionsstätte von Primäraluminium aus dem Rohstoff Bauxit. Bauxit ist um ein Vielfaches schwerer als das Endprodukt Aluminium. Es daher besser das Aluminium direkt bei der Bauxitlagerstätte zu produzieren. Deutschland bezieht sein Bauxit hauptsächlich aus Guinea. Für ein Erreichen des Effizienzzieles ist aber noch eine erneuerbare Stromproduktion in Guinea zu errichten. Guinea würde aus entwicklungspolitischen Gründen daraus profitieren. Wertsteigerung beim Exporterlös, Energieproduktion für das Land aus der schier unendlichen Ressource Sonne, Anziehung von weiteren Investitionen. Und Deutschland würde profitieren, indem wir einen großen Stromverbraucher auslagern und aufgrund der höheren Stromkosten hierzulande nicht mehr mit der ungerechten Energieumlage finanzieren müssten. Und der Transport von Guinea nach Deutschland wird deutlich reduziert. Ein Win-Win-Win Projekt - für Deutschland, Guinea und natürlich für die Umwelt. Die Ressourcen Öl, Kohle und Gas werden geschont und dabei noch das Klima geschüzt. Und wer hier deswegen den Job verliert, wird zukünftig beim Recycling von Aluminium Arbeit finden.

Ich bin mir nicht sicher, ob dies eine gute Lösung ist. Immerhin ist mir aus mehreren südamerikanischen Ländern bekannt, wie sehr die Menschen dort unter dem Bauxitabbau und der Weiterverarbeitung zu leiden haben (Menschenrechtsverletzungen, Vergiftung von Trinkwasser, Zerstöung der Natur für Bauxitminen,..). Wie das in Guinea aussieht kann ich nicht sagen, aber vielleicht sollte man sich mehr darauf konzentrieren, den Aluminiumverbrauch zu reduzieren anstatt diese Ausbeutung zu fördern.

Hallo Franzi,
Ihr Einwand einer sozialen und umweltgerechten Förderung von Bauxit ist natürlich berechtigt. Ich hoffe, dass aus meinem Beitrag mit den begrenzten Zeichen hervorgeht, dass das Recycling von Aluminium an der ersten Stelle der Gewinnungsmöglichkeiten stehen muss. Ich denke aber dies wird leider nicht ausreichen, auch wenn man unnötige Verwendungen wie zB Aluminiumdosen vermeiden könnte. Ich habe mich in meinem Beitrag auf die Gewinnung von Primäraluminium konzentriert. Die Gewinnung vom Bauxit selbst ist dann nochmal ein anderes recht schwieriges Thema, welches auch angegangen werden muss. Da haben Sie natürlich vollkommen Recht. Am besten ist natürlich man bräuchte kein Bauxit mehr zu fördern, aber dies wäre etwas zu einfach gedacht, v.a. im Hinblick dass alle Menschen der Erde Zugang zu Aluminium haben sollten. Politisch könnte man eine Förderung einer Aluminiumproduktionsstätte an den sozialen und ökolgischen Bedingungen der Bauxitförderung abhängig machen. Man kann die Probleme vor Ort natürlich nicht ignorieren. Aber ein Ausschlusskriterium der Idee an sich ist es nicht.