Obsoleszenz

Wie die entsprechende UBA-Studie in ihrem Zwischenbericht zeigt, ist die Nutzungsdauer von Haushaltsgroßgeräten zurückgegangen, und ein Drittel der Geräte wird ausgetauscht, obwohl sie noch funktionieren. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Notebooks.
Notwendig wären m. E.:
a) Regelmäßige Erhebungen mit verstärkter Verbraucherinformation über Stiftung Warentest, Verbraucherzentralen, etc. über die durchschnittliche Lebensdauer bei Haushaltsgroß- und ITK-Geräten der verschiedenen Marken, z. B. bei Marke a haben Spülmaschinen erfahrungsgemäß eine Lebensdauer von x Jahren, bei Marke b von y Jahren.
b) Verbesserte Produkttests unter Laborbedingungen, die diesen Aspekt stärker einbeziehen, Sollbruchstellen identifizieren o. ä.
c) Prüfung, ob Normungsprozess oder Qualitätslabel für Haltbarkeit angestoßen werden könnten.

Es wäre darüber hinaus sinnvoll, den Nutzer in geeigneter Form zu lenken. Wenn bspw. Entsorgungskosten nicht irgendwo im Anschaffungspreis versteckt sind, sondern der Nutzer diese explizit bei der Entsorgung zu zahlen hat, wäre das ein zusätzliches "Ärgernis", das bei der Neuanschaffung des Folgegeräts noch präsent wäre. Andererseits würde so etwas vermutlich zu vermehrter illegaler Entsorgung führen und man müsste hier wieder regelnd eingreifen.

Das mit dem Haltbarkeitslabel finde ich gut- das könnte sicher einige Kaufentscheidungen beeinflussen.