Bürger und Bürgerinnen aus Jena entwicklen Handlungsempfehlungen zur Ressourcenschonung

Im Volkshaus Jena kamen am 9. Mai 2015 insgesamt 50 per Zufall ausgewählte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Jena zu einer Bürgerwerkstatt zusammen, um einen Tag lang gemeinsam über sinnvolle Wege der Ressourcenschonung zu diskutieren. Viele der Teilnehmenden äußerten sich in einem Stimmungsbild zu Beginn der Bürgerwerkstatt kritisch hinsichtlich der bislang umgesetzten Maßnahmen von Seiten der Politik für eine Ressourcenschonung. Vor diesem Hintergrund sprachen sich im Laufe des Tages viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für klare und transparente Gesetze aus; beispielsweise für längere Garantiezeiten von Elektrogeräten, Standardisierungen zur vereinfachten Austauschbarkeit von Ersatzteilen oder Produktkennzeichnungspflichten hinsichtlich der verwendeten Ressourcen beim Abbau der Rohstoffe und deren Weiterverarbeitung. Klar hervorgehoben wurde dabei, dass es ein Zusammenspiel zwischen politischen Regularien und Anreizsystem einerseits bräuchte, dass andererseits jedoch auch eine Änderung des Bewusstseins bei den Konsumentinnen und Konsumenten erreicht werden müsse. „Wir brauchen eine andere Lebensphilosophie, unser Lebensstil muss sich ändern. Dies wird jedoch nicht von den Bürgerinnen und Bürgern alleine kommen. Dafür braucht es Impulse und eine Unterstützung von Seiten der Politik und der Wirtschaft“, so der klare Tenor in einer der Diskussionsrunden.

Rund 30 Handlungsempfehlungen für eine ressourcenschonende Zukunft trugen die Bürgerinnen und Bürger am Ende des Tages zusammen. Erste Ergebnisse finden Sie unter "Mitreden vor Ort".