Thema: Textilien und Kleidung

Mögliche Fragestellungen, die mit dem Themenfeld „Textilien und Kleidung“ in Verbindung stehen:

  • Wo wird unter welchen Bedingungen produziert und welche Rohstoffe werden dabei verarbeitet?
  • In welchem Ausmaß beeinflussen Modetrends unseren Konsum und inwieweit kaufen wir Kleidung zu Schnäppchenpreisen, obwohl wir sie nicht unbedingt brauchen?
  • Was mache ich mit Kleidung, die ich selbst nicht mehr trage?
  • Inwieweit schaffen Textil-Label eine Transparenz hinsichtlich der verwendeten Materialien und Produktionsbedingungen?

Das waren die Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigt haben:

Insbesondere die umweltfreundliche Produktion ohne Giftstoffe und eine faire Entlohnung der FabrikarbeiterInnen steht bei den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund. Eine lokale Produktion von Textilien sollte nach deutschen Standards bessere Arbeitsbedingungen und womöglich auch bessere Qualität der Textilien bieten. Insgesamt sollte die Produktionskette für den Kunden transparenter nachvollziehbar sein.

Die Qualität der verwendeten Materialien ist ein wesentliches Kriterium für die Lebensdauer von Textilien. Billige und minderwertige Stoffe erlauben erst das Preisdumping in Läden wie Primark und Co. Gleichzeitig wird dadurch ein Überangebot geschaffen, das einen ungezügelten Konsum fördert. Die Verwendung natürlicher und hochwertiger Fasern, wie Hanf oder ähnlichem, würde zu langelebigerem Textilien führen und den Konsum eingrenzen. Allerdings muss die Handhabung und Pflege solcher Materialien bedacht werden.

Um Kleidung länger nutzen zu können, braucht es die Fähigkeit kleinere Reparaturen an Kleidungsstücken auch selbst durchzuführen – die Wiedereinführung des Handarbeitsunterrichts (Socken stopfen, Knöpfe annähen, etc.) an Schulen würde diese Fähigkeit wieder beleben.

Oft wird Kleidung wegen wechselnder Trends nicht mehr genutzt und weggeworfen. In Tauschcommunities, Kleiderkammern, Second Hand Läden wird gebrauchte aber noch voll funktionsfähige Kleidung einfach weitergegeben.