GesprächStoff ist ein Bürgerdialog des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums zur Ressourcenschonung. Ziel der Bürgerbeteiligung ist es, die Ansichten und Ideen der Bürgerinnen und Bürger bei der Überarbeitung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms einzubeziehen. Der Bürgerdialog geht der Frage nach, was die Bürgerinnen und Bürger beim Thema Ressourcenschonung bewegt und wo sie Handlungsbedarf sehen.

Das Ergebnisdokument des Bürgerdialogs – der sogenannte Bürgerratschlag – wird im Herbst 2015 an das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit übergeben und geht in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ein.

Im Rahmen des Bürgerdialogs finden deutschlandweit fünf Bürgerwerkstätten statt. An den Bürgerwerkstätten nehmen jeweils ca. 50 Bürgerinnen und Bürger teil, die per Zufallsauswahl angeschrieben wurden. Auf diese Weise sollen möglichst viele Menschen mit verschiedenen persönlichen und beruflichen Hintergründen ihre Sichtweisen zur Ressourcenschonung einbringen.

Gleichzeitig ist der Bürgerdialog auch offen für alle Interessierten. Hierfür können Sie vom 19. Mai bis 03. Juli 2015 am Online-Dialog auf dieser Seite teilnehmen.

Konkret können Sie sich dann im Online-Dialog folgendermaßen beteiligen:
• Sie können einen Beitrag abgeben.
• Sie können andere Beiträge kommentieren.
• Sie können, als registrierte Nutzerin bzw. als registrierter Nutzer, die Beiträge der anderen Teilnehmenden bewerten.

Die Verfasser und Verfasserinnen der drei Beiträge im Online-Dialog, die am meisten Zustimmung erhalten haben, werden im Herbst 2015 eingeladen, gemeinsam mit den Bürgerbotschaftern der Bürgerwerkstätten die Ergebnisse des Bürgerdialogs final zu diskutieren und einen gemeinsamen "Bürgerratschlag" zu erarbeiten. Die Bürgerbotschafter und Bürgerbotschafterinnen aus den Bürgerwerkstätten sowie dem Online-Dialog werden im Herbst nach Berlin eingeladen, um den Bürgerratschlag der Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks offiziell zu überreichen.

Der Bürgerratschlag fließt in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ein.

Natürliche Ressourcen sind solche, die in der Natur vorkommen. Hierzu zählen Luft, Wasser, Boden und Rohstoffe. Die Rohstoffe kann man nochmals nach der Art ihres Ursprungs und ihrer Beschaffenheit in biotische (altgriechisch bios, Leben), die z.B. für Lebens- und Futtermittel oder Brenn- und Kraftstoffe genutzt werden, und abiotische wie Erze, fossile Energieträger sowie Industrie- und Baumineralien unterscheiden.

Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) ist ein Programm der Bundesregierung, das 2012 beschlossen wurde. Ziel dieses Programmes ist es, die natürlichen Ressourcen nachhaltiger zu nutzen und zu schützen. Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm soll so die Voraussetzung schaffen – auch in Verantwortung für künftige Generationen – eine hohe Lebensqualität dauerhaft zu sichern. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet. Es geht darum, eine nachhaltige Rohstoffversorgung zu sichern, Ressourceneffizienz in der Produktion zu steigern, Konsum ressourceneffizienter zu gestalten, eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft auszubauen sowie übergreifende Instrumente zu nutzen. Das Programm setzt insbesondere auf Marktanreize, auf Information, Beratung, Bildung, Forschung und Innovation sowie auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Zurzeit erfolgt die erste Aktualisierung des Programmes.

Das Programm hat sich bisher auf einen Großteil der abiotischen Rohstoffe (Erze, Industrie- und Baumaterialien, die z.B. bei der Herstellung von Elektronikgeräten verwendet werden) sowie einen Teil der biotischen (z.B. die stoffliche Nutzung von Holz und Pflanzen für Dämmmaterialien, Möbel oder Textilien) konzentriert. In der Fortschreibung sollen jetzt sämtliche abiotischen Rohstoffe berücksichtigt werden: Das heißt, hier kommen die fossilen Energieträger neu dazu. Außerdem werden neu die Brenn- und Kraftstoffe (auf biotischer Basis) berücksichtigt. Andere natürliche Ressourcen wie Luft, Wasser oder Boden werden nicht vertieft betrachtet; sie sind Gegenstand anderer, umfangreicher Strategien und Prozesse der Bundesregierung.

Ja, in diesem Programm werden nicht nur Leitideen formuliert, sondern auch 20 Handlungsansätze identifiziert und mit Maßnahmen unterlegt – beispielsweise: Ressourceneffizienz als Kriterium für den Handel und die Konsumentinnen und Konsumenten. Hier will die Bundesregierung auf Rahmenbedingungen hinwirken, die ressourceneffizientes Verbraucherverhalten erleichtern, wie über bestimmte Label (konkret, siehe ProgResse, Seite 53). Außerdem werden zahlreiche Beispiele genannt, die auf konkrete Anwendungen wie GreenIT zielen (mehr, siehe ProgResse, Seite 68-91).

Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm wird fortgeschrieben; im Jahr 2016 soll die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogrammes (ProgRess II) von der Bundesregierung beschlossen werden. Die Vorarbeiten von Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium sind in vollem Gange. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligungen werden in ProgRess II eingehen.

Das Thema wirft viele Fragen auf: Wie kann man ressourcenschonender leben? Was sind gute Ideen und Ansätze, sparsamer und effizienter mit den Rohstoffen umzugehen? Und was müsste geschehen, um diese umsetzen zu können? Die Diskussion darüber kann anhand von Themenfeldern geführt werden wie z. B.:
- Bauen und Wohnen
- IT und Telekommunikation
- Verpackung und Abfall
- Verkehr, Tourismus und Freizeit
- Kleidung und Textilien

Es gibt viele Möglichkeiten, die natürlichen Ressourcen zu schützen und nachhaltiger einzusetzen: Wie kann man nachhaltiger bauen? Welches Fortbewegungsmittel ist jeweils sinnvoll? Braucht es jedes Mal eine neue Plastiktüte oder jedes Jahr ein neues Handy?

Dabei geht es hier vor allen Dingen um natürliche Ressourcen, die zur Warenproduktion genutzt werden: Das heißt um Energieträger, Erze sowie Industrie- und Baumaterialien, denn auf diesen Stoffen beruht ein Großteil der Güter, die unseren Alltag prägen.

Am Online-Dialog können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Grundlage für eine Teilnahme ist die Beachtung der Dialogregeln.

Für die fünf Bürgerwerkstätten wurden zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Orte eingeladen. Auf diese Weise möchten wir sicherstellen, dass möglichst viele Menschen mit verschiedenen persönlichen und beruflichen Hintergründen an dem Bürgerdialog teilnehmen können.

Die Bürgerbeteiligung startet am 25. April 2015 mit der ersten Bürgerwerkstatt in Berlin. Bis Ende Juni finden die weiteren vier Bürgerwerkstätten statt. Parallel dazu läuft in der Zeit vom 19. Mai bis 03. Juni 2015 der Online-Dialog auf dieser Internetseite.

Im Herbst 2015 übergeben Teilnehmende aus dem Online-Dialog sowie aus den Bürgerwerkstätten die Ergebnisse des Bürgerdialogs – den sogenannten Bürgerratschlag – an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit .

In einem Videointerview im Frühjahr 2016 nimmt die Bundesregierung dazu Stellung, in welcher Weise die Ergebnisse aus dem Beteiligungsverfahren in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms aufgenommen werden konnten.

Sobald die Diskussionsbeiträge vom Moderationsteam freigeschaltet wurden, stehen diese der Öffentlichkeit auf der Online-Plattform zur Verfügung und können von anderen Teilnehmenden des Online-Dialogs gelesen, kommentiert und bewertet werden. Ende des Online-Dialogs ist der 03. Juli 2015. Im Anschluss werden die Beiträge vom Moderationsteam ausgewertet und übersichtlich aufbereitet.

Aus den Ergebnissen des Online-Dialogs sowie den fünf deutschlandweiten Bürgerwerkstätten entsteht eine Gesamtauswertung des Beteiligungsprozesses, der sogenannte „Bürgerratschlag“.

Dieser wird im Herbst 2015 von den Bürgerbotschafter/innen dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit übergeben und geht in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ein.

In einem Videointerview im Frühjahr 2016 nimmt die Bundesregierung dazu Stellung, in welcher Weise die Ergebnisse aus dem Beteiligungsverfahren in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms aufgenommen werden konnten.

Für den Online-Dialog gelten zehn Regeln, die eine sachliche und faire Diskussion ermöglichen. Jede/r Teilnehmende verpflichtet sich bei Anmeldung auf bestimmte Dialogregeln.
Eine kurze Zusammenstellung der Diskussionsregeln finden Sie hier.

Wenn Sie weitere Fragen zum Prozess, den einzelnen Schritten oder zur Plattform haben, stehen wir als Moderation gern zur Verfügung.

Diese Plattform wird von geschulten Moderatorinnen und Moderatoren der Zebralog GmbH & Co. KG betreut.

Während der Online-Diskussion vom 19. Mai bis 03. Juli 2015 moderiert das Team die eingestellten Beiträge und Kommentare. Fragen und Anregungen technischer oder organisatorischer Art zur Online-Beteiligung nimmt das Team über die Mailadresse moderation@gespraechstoff-ressourcen.de entgegen.

Wichtige Informationen und Neuigkeiten zum Projekt werden über einen Newsletter an Sie versandt. Weitere Informationen über die Betreiber dieser Plattform finden Sie im Impressum.