Thema: Verpackung und Abfallvermeidung

Mögliche Fragestellungen, die mit dem Themenfeld „Verpackung und Abfallvermeidung“ in Verbindung stehen:

  • Wie lassen sich die Mengen an Verpackungen, die täglich bei uns anfallen, deutlich verringern?
  • Welchen Einfluss haben Kunden und Kundinnen durch ihr Einkaufsverhalten?
  • In welchen Bereichen bräuchte es Regulierungen oder Anreizsysteme, damit Abfall vermieden würde?
  • Welche Alternativen zum ressourcenintensiven Konsum gibt es, ohne dass ich dabei meine Bedürfnisse einschränken muss?

Das waren die Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigt haben:

Einwegplastikflaschen haben einen enorm hohen Ressourcenverbrauch. Die Kaufentscheidung der VerbraucherInnen sollte durch einen höheren Flaschenpfand gesteuert werden. Insgesamt wurde jedoch auch die Logik des Flaschenpfands ingesamt hinterfragt.

Upcycling, also die stoffliche Aufwertung eines Abfallprodukts, ist bisher eher eine Nischenerscheinung und wird nicht im großen Stil betrieben. Dieser Trend kann aber auch missbraucht werden, sodass vermeintlich gebrauchte aber eigentlich neuwertige Materialien für hippe Upcycling Produkte verwendet werden.

Der Online-Handel erzeugt einen enormen Verpackungsaufwand (Produkt- und Transportverpackungen). Auch generell bei Logistikverpackungen im Handel ist dies ein Problem. Zumindest recycelbares oder recyceltes Füllmaterial sollte zum Einsatz kommen oder Umverpackungen direkt im Laden belassen werden können.

Pioniere wie der Berliner Laden „Unverpackt“ leisten ein Beispiel für mögliche Alternativen zum Verpackungswahn. Kunden können ihre eigenen wiederwendbaren Verpackungen, wie damals in den Tante-Emma-Läden, für den Transport von Lebensmitteln nutzen.

Oft sind Verpackungen für den Schutz des Verbrauchers und zur Hygiene notwendig. Wie sieht hier eine optimale Verpackung aus? Gefühlt wird oft zu viel und zum Teil mehrfach verpackt.

Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine größere Transparenz über den Lebensweg ihres Mülls.

Die Mülltrennung im öffentlichen Raum muss verbessert werden. Sehr viele unterschiedliche Recyclinganbieter sind verfügbar und fahren die gleichen Orte zu unterschiedlichen Zeiten für unterschiedliche Müllsorten an. Dies ist keine effiziente Müllentsorgung.

Die Öffentlichkeit muss stärker sensibilisiert werden für Abfallvermeidung, zum Beispiel über eine BSR-Reklame oder Lebenskundeunterricht in Grundschulen. Finanzielle Anreize können außerdem effektiv zu bewussterem Konsum und Recycling motivieren. Hier könnten auch höheren Strafen bei falscher Müllentsorgung eine Wirkung erzielen.

Eine „Reparieren statt Wegwerfen“ Mentalität oder auch die Second Hand Bewegung erzeugen ein Bewusstsein dafür, dass Produkte langlebiger sein können. Gütesiegel für Reparierbarkeit helfen den VerbraucherInnen bei einer ressourcenschoneneden Kaufentscheidung.

Die Recyclingfähigkeit von Verpackungen muss verbessert werden oder insgesamt weniger Verpackungen verwendet werden. Unternehmen, die sich mit der Forschung zu recycelbaren Stoffen befassen, sollten in diesem Zusammenhang stärker subventioniert werden.

Übergreifend wurde auch der Punkt Suffizienz, also insgesamt weniger Konsum, thematisiert.