1. Bürgerwerkstatt in Berlin

25. April 2015 von 10:00-18:00 Uhr

Erfolgreicher Auftakt zum Bürgerdialog „GesprächStoff: Ressourcenschonend leben“

Den Auftakt zum Bürgerdialog „GesprächStoff – Ressourcenschonend leben“ bildete die Bürgerwerkstatt in Berlin am 25.04.2015 – eine der fünf Bürgerwerkstätten mit jeweils rund 50 Teilnehmenden, die parallel zum Onlinedialog von April bis Juni 2015 in unterschiedlichen Bundesländern stattfinden werden. Per Zufallsverfahren waren zuvor Berliner Bürgerinnen und Bürger angeschrieben worden, sich an der Diskussion zu einer ressourcenschonenden Zukunft zu beteiligen. Teilnehmende unterschiedlichen Alters und Geschlechts  brachten ihre Ideen und Ansichten mit hohem Engagement, spannenden und mitunter auch kontroversen Diskussionen in den Tag ein.

In unterschiedlichen Kleingruppenarbeiten entwickelten die Teilnehmenden richtungsweisende Lösungsvorschläge für eine ressourcenschonende Zukunft und formulierten 20 Handlungsempfehlungen, die zur Schonung der Ressourcen beitragen könnten. Im Fokus der Diskussion standen dabei fünf Themenfelder:

- Bauen und Wohnen
- IT und Telekommunikation
- Verpackung und Abfallvermeidung
- Verkehr, Tourismus und Freizeit
- Kleidung und Textilien

Die Rückmeldung der Teilnehmenden zur Veranstaltung fiel sehr positiv aus: Durch die Bürgerwerkstatt war es ihnen möglich die Vielfalt der Perspektiven auf das Thema Ressourcenschonung zu diskutieren sowie Ideen und Handlungsoptionen für die Ressourcenschonung einzubringen. Viele wünschten sich, häufiger die Gelegenheit zu bekommen an vergleichbaren Diskussionsforen teilzunehmen.

Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft / pixelio.de

 

 

Handlungsempfehlungen zur Ressourcenschonung

Ideensammlung der Teilnehmenden zum Thema Ressourcenschonung

Ergebnisse

Thema: Textilien und Kleidung

Insbesondere die umweltfreundliche Produktion ohne Giftstoffe und eine faire Entlohnung der FabrikarbeiterInnen steht bei den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund. Eine lokale Produktion von Textilien sollte nach deutschen Standards bessere Arbeitsbedingungen und womöglich auch bessere Qualität der Textilien bieten. Insgesamt sollte die Produktionskette für den Kunden transparenter nachvollziehbar sein.

Thema: Verkehr, Tourismus und Freizeit

Verzicht auf Mobilität ist keine Lösung – es sollten eher attraktive und ressourcenschonende Alternativen zum mobilisierten Individualverkehr angeboten werden. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder auch ein öffentliches Fahrgemeinschaftenportal sind mögliche Anknüpfungspunkte. Gerade im ländlichen Raum ist der Nahverkehr oft noch unzureichend um das eigene Auto gänzlich zu ersetzen.

Thema: Bauen und Wohnen

Baumaterialien, wie beispielsweise Dämmmaterialien, müssen zukünftig auf Kriterien zur Ressourceneffizienz geprüft werden. Fernerhin sollten gebrauchte Materialien zur Ressourcenschonung wiederverwendet werden (können). Zum Beispiel könnte eine Tauschplattform aufgebaut werden, die den gegenseitigen Handel solcher Materialien erleichert.