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Ökodesign und Lebensdauer

Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung? Wer setzt die Maßnahmen um?
Die Bundesregierung möchte langlebige Konsumprodukte fördern. Sie setzt sich deswegen dafür ein, dass Hersteller bei deren Gestaltung die Materialeffizienz berücksichtigen und umsetzen (z.B. Werkstoffe verwenden, die langlebiger und ökologischer sind). Solche Anforderungen werden z.B. in der EU-Ökodesign-Richtlinie festgelegt, die – einmal für ein Produkt verabschiedet – für alle Hersteller dieses Produktes verpflichtend ist. Die Bundesregierung arbeitet gemeinsam mit der EU-Kommission darauf hin, dass die Hersteller auch bei der Nutzungsdauer und Reparierbarkeit mehr Verantwortung für ihre Produkte übernehmen. Konkret setzt sich die Bundesregierung für folgende Maßnahmen ein: 

  • Kund/innen sollen ihre Ansprüche auf Gewährleistung länger geltend machen können.
  • Hersteller müssen nachweisen, dass sie bei einem Mangel nicht gewährleistungspflichtig sind („Beweislastumkehr“). Bisher muss das der Kunde oder die Kundin beweisen.
  • Hersteller müssen über die garantierte Lebensdauer ihrer Produkte informieren.
  • Hersteller müssen Ersatzteile und Konstruktions- bzw. Reparaturinformationen bereitstellen.

Warum werden diese Maßnahmen geplant?

Durch diese Maßnahmen werden zusätzliche Kaufkriterien geschaffen, die den Kauf langlebiger Produkte fördern. Damit möchte die Bundesregierung den Marktanteil von Produkten mit einer längeren Lebensdauer erhöhen.

Welche Auswirkungen haben die Maßnahmen?

Die Rechte von Konsument/innen werden gestärkt. Die Hersteller und Händler werden einen höheren Aufwand haben, z.B. weil sie Ersatzteile vorrätig haben müssen. Insbesondere Produkte im niedrigeren Preissegment können teurer werden.

Wie beurteilen Sie die Bürger-Empfehlungen zu den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung?

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