Was sind Ihre Ideen für das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm?

Der Online-Dialog ist abgeschlossen! Vielen Dank für Ihre fundierten und vielfältigen Beiträge und Kommentare!

Vom 19. Mai - 03. Juli 2015 haben viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit genutzt, sich aktiv am Online-Dialog zu beteiligen und damit Ideen und Ansichten zur Fortführung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess II) zu liefern. Die Beiträge, die am meisten positive Bewertungen erhalten haben, finden Sie in unserer Topliste. Die fünf Verfasser und Verfasserinnen jener Beiträge mit der höchsten Zustimmung, werden im Herbst nach Berlin eingeladen, um der Leitung des Bundesumweltministeriums den "Bürgerratschlag" zu übergeben. In den Sommermonaten erfolgt nun die Auswertung des Prozesses. Die Ergebnisse werden im Herbst auf www.gespraechstoff-ressourcen.de veröffentlicht.

Unten stehend finden Sie die eingereichten Beiträge. Nutzen Sie die Schlagwortsuche, um sich Beiträge mit ähnlichen Inhalten anzusehen.

Gesamtwirtschaft

Je effizienter eine Gesellschaft agiert, desto schwerer wird es, dass die Wirtschaft weiter wächst. Hat darüber schon mal jemand nachgedacht und was ist dabei herausgekommen?
Peter Exner Berlin
Kategorie: Gesamtwirtschaft

Wer nicht konsumiert verbraucht keine Ressourcen

Ressourcenschutz kommt vor Ressourceneffizienz. Was nicht konsumiert wird verbraucht i.d.R. keine Ressourcen. Aus diesem Grund sollte die Frage nach dem echten Nutzen einen Gutes vor dem Konsum kommen. Wird ein Produkt wirklich gebraucht? Macht es glücklich? Wenn ja wen und wie lange.

Abfallvermeidung durch Langlebigkeit und Qualität

Wie lange hält ein neuer Wäschekorb? Üblicherweise etwa 2 Jahre. Aber es geht auch anders. Ich habe 1984 einen Plastikwäschekorb (!) für 5 D-Mark gekauft, diesen habe ich bis zum heutigen Tag in Gebrauch. Er hat nur die üblichen Gebrauchsspuren, bislang war nicht eine Reparatur notwendig und er hat keine Risse.

Bund muss ÖPNV auch nach 2019 fördern

Der Bund muss seine Beteiligung am regionalen ÖPNV auch nach 2019 zusichern. Der Plan ist bisher, sich 2019 aus der Förderung zurückzuziehen. Damit wären Pendler gezwungen, aufs eigene Auto umzusteigen. Ressourceneffizienz sieht anders aus. Eine Unterschriftenaktion läuft gerade, initiiert von Verdi.

Verbot von Geräten mit zu hohem Energieverbrauch

Zukünftig werden nur noch Geräte mit geringem Energieverbrauch auf dem Markt zugelassen, Kriterien sind Energieeffizienzklassen und aktueller Stand der Technik. Damit stehen dem Verbraucher energieeffiziente Geräte zur Verfügung, der Rechercheaufwand nach dem nachhaltigsten Gerät entfällt.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bundesweit muss Bildung für nachhaltige Entwicklung für jedes Alter gefördert werden. Damit kann mühevoll Bewußtsein geschaffen werden für die Endlichkeit unserer Ressourcen, für die Konsequenzen unseres Handelns.
Weiter ist eine Zusammenarbeit aller Ministerien zu diesen Fragen notwendig.

Wo wollen wir hin?

Wie bei allen Zukunftsfragen ist es notwendig sich ein Ziel zu überlegen. Da Ressourceneffizienz meiner Meinung nach nicht von Themen wie "Decarbonisierung", Energieeffizienz zu trennen ist, sollten genau überlegt werden was wir eigentlich wollen.

Verbot von Einwegkapseln aus Aluminium

Mit einem Verbot von Einwegkapseln aus Aluminium für Kaffeemaschinen und sonstige Geräte könnte das Ressourcenproblem Aluminium sofort gelöst werden. In Analogie zum Glühlampenverbot stoppt nach Inkrafttreten des Gesetzes die Produktion von Aluminiumkapseln, Restbestände werden abverkauft.

Umweltabgabe auf ToGo Vepackungen

Unternehmen, die Lebensmittel in ToGo-Einwegverpackungen verkaufen, zahlen zukünftig eine Umweltsteuer, die sich an der Höhe des Gewinns des Unternehmens orientiert. Die Mehreinnahmen können dann z.B. in Umweltbildung investiert werden.

Ressourcenschutz

Ressourcen schonen

Flora, Fauna und Kreatur leben vom
Reichtum der Erde – heute und morgen.
Die Erde ist unser Kapital, Nachwachsendes
die Zinsen. Heute Lebende dürfen zugunsten
morgen Lebender nur maßvoll vom
Kapital und den Zinsen leben.

A. u. W. Deutschland

Unterstützung von Unternehmen

Die tatsächlichen Bedarfe der Wirtschaft müssen ermittelt oder erfasst werden. Daraus sind konkrete und praxisorientierte Unterstützungsmöglichkeiten zu entwicklen.
Es ist nicht damit getan tolle Ideen zu äußern, die im Tagesgeschäft eines UNternehmens nicht dirket einfließen können.

politik kann steuern

Dis Bundesregierung sollte Ressourcenverbrauch teurer machen. Metalle, fossile Brennstoffe, Baumwolle... alles Ressourcen, die viel zu billig sind, als dass bewusster Konsum jemals eine statistisch relevante Chance gegen Snäppchensuche und Dauervebrauch hätten.

Energiesparen

Der Baseler Energiesparsystem scheint mir zielführend:
Jede Person zahlt den durchschnittlichen Stromverbrauch im voraus. Wer weniger verbraucht, erhält den gesparten Betrag am Ende des Jahres zurück. Wer mehr verbraucht, bezahlt die Differenz. Dieses System scheint mir auch sozialverträglich.
Ursula Esau, Ottobrunn.

Nachhaltigkeitsbilanz für jedes Produkt

Jedes Produkt sollte für den Konsumenten eine leicht einsehbare Bilanz aufweisen, in der die Nachhaltigkeitsfaktoren: Ökologie, Soziales und Wirtschaftliches des Produkts, von der Herstellung bis es im Verkaufsregal steht, bewertet sind.

Besteuerung von Arbeit auf Verbrauch umstellen

Die Hauptsteuerlast liegt derzeit auf dem Faktor Arbeit und führt dadurch zu hohen Lohnkosten. Mit einer Umschichtung der Steuerlast auf den Verbrauch von Waren würden diese verteuert. Dadurch entsteht ein starker Anreiz, effizient mit Material umzugehen und Innovationen in Richtung Ressourceneffizienz zu Entwickeln.

Nutzen verkaufen statt Geräte

Statt Geräte zu kaufen, sollte der Nutzen wie waschen, heizen, kühlen, fönen oder was auch immer als Geschäftsmodell angeboten werden. Damit einhergehend könnten Wartung, Reperatur bzw Gerätetausch verbunden sein.

mehrfache Plastikverpackung

Viele Lebensmittel, Süßigkeiten, Kekse, (Bio-) Obst und Gemüse, Tee, Käse, etc. werden in Supermärkten in doppelten und dreifachen (Hygiene-?) Verpackungen angeboten, meist Plastik.

nachhaltig Leben

Autofahren einschränken (ich bräuchte -da ich inkonsequent bin- tatsächlich Verbote...), ÖPNV erweitern und Subventionieren.

Hunde und Katzen abschaffen

S.g.D. + H., Müssen wir in D soviel Hunde und katzen halten? Wo kommt das Futter für Hunde und Katzen her? Aus Argentinien und Brasilien. Dort werden extra Rinderherden für die Fleischporduktion gehalten. Dafür wird der Regenwald gerodet.

Pfand für Plastiktüten

Ein Pfandsystem für Plastiktüten, zusätzlich zu einer Pflichtgebühr, würde meines Erachtens noch viel mehr bewirken als eine Gebühr alleine. Die meisten weggeworfenen Plastiktüten würden wieder eingesammelt und abgegeben werden. Sie gelangen dann nicht mehr durch Wind und Flüsse ins Meer, wo sie zu Mikroplastik zerfallen.

Lebensmittelabfälle reduzieren

In Deutschland landen 81 kg pro Jahr und Kopf im Müll. 60 % des vermeidbaren Lebensmittelabfalls fällt im Handel an. In Frankreich dürfen Händler Lebensmittel nicht mehr wegschmeißen. In Deutschland fehlen Anreizsysteme oder auch Verbote, um das Problem anzugehen.

Printmarketing

Selbst Waschbär, Deerberg usw. bringen alle paar Wochen einen neuen leicht veränderten Katalog heraus. Einmal kurz schauen und das meiste kommt in die Tonne.
Ist Papier zu billig? Dann sollte man diese Marketingmaßnahmen mit Steuern regulieren.

Bessere Infos zur Mülltrennung vor Ort

- Die Biotonne hat einen schlechten Ruf (unsere ist eigentlich immer leer)
- Mythen zu Abfalltrennung aufheben (Z.B. alles käme wieder zusammen in eine Tonne)
- Abfallwirtschaftsbetriebe einbinden

Vorbildfunktion der Bundesregierung

Ich denke die deutsche Bundesregierung sollte vor allen Dingen auch an die eigene Vorbildfunktion denken. D.h.

Staus abbauen, Tempo 30 einführen, Benzin sparen

Wenn der Stadtverkehr besser fließt, kann viel Benzin eingespart werden. Außerdem nervt Stau - und seinetwegen liegt die Durchschnittgeschwindigkeitsgeschwindigkeit in Städten seit einigen Jahren bei nur etwa 25 km/h pro Stunde.

Die Preise müssen die Wahrheit sprechen

Immer wieder wird diskutiert dass die Verbraucher entscheiden sollen, ob sie ein umweltfreundliches Produkt wollen oder nicht. Dazu sollen wir Verbraucher und über alles mögliche informieren. Viel naheliegender ist es wenn die Dinge die stärker umweltbelastend sind auch teurer sind.

Auch Ressourceneffizienz braucht einen gesetzlichen Rahmen

Der Markt regelt eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln, Bekleidung und sonstigen Produkten ebensowenig wie die Ressourceneffizienz. Eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen funktioniert nicht, die Macht der Verbraucher ist begrenzt. Veränderungen dauern zu lange. Und soviel Zeit haben wir vermutlich nicht mehr.

Keine Lebensmittel mehr verschwenden

Supermärkte sollen abgelaufene oder nicht mehr ganz frische Waren nicht mehr wegschmeißen dürfen, sondern sollen diese - solange sie nicht verdorben sind - nach Ladenschluss für AbholerInnen zur Verfügung stellen.

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