Zukunfts-Gedanken

Gedanken zu den Grundlagen einer Gesellschaft
Start: 28.03.2009, Hans-Jürgen Bäcker

1. Die Grundbedürfnisse der Menschen und der Natur müssen erfüllt werden. Dazu gehören Wohnung, Nahrung, Energie, Kultur und lebenswerte Umwelt.
2. Extravaganzen und Raffgier sind gesellschaftlich zu ächten. Dies steht auf einer Ebene mit Spielsucht. Alle können ihre Bedürfnisse nur in einem bestimmten Rahmen ausleben.
3. Eine nachhaltige Existenzweise in der Umwelt ist zu leben.
4. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
5. Gesetze regeln das Leben der Menschen untereinander und in der Umwelt.
6. Es wird nur produziert, was echte Bedürfnisse befriedigt.
7. Das Leben wird so organisiert, dass die Umwelt minimal belastet wird. Kurze Wege, wenig Transporte, minimaler Flächenverbrauch, Energieverbrauch, Ressourcenverbrauch.
8. Entscheidungen werden in breitem Konsenz gefällt. Von Eliten geführte Gesellschaften sind nicht überlebensfähig, da ihre Basis zu klein ist und der Mensch ein Demokratiebedürfnis hat.

Woran könnte ein Produkt beurteilt werden ?

1. Bringt das Produkt irgendeinen Nutzen zur Erleichterung des Lebens ?
2. Verschönert es das Leben ?
3. Verbraucht es weniger Energie und Rohstoffe als das Vorgängermodell ?
4. Verbessert es die moralischen Eigenschaften von Menschen ?
5. Fördert es das Leben ?
6. Löst das Produkt irgendein wichtiges Problem ?

Die Idee eines im Einklang mit der sozialen und ökologischen Umwelt lebenden Menschen ist ja ganz nett, aber zum einen benötigt auch diese Gesellschaft ein Definition von Begriffen wie "gut", "nachhaltig", "echtes Bedürfnis" etc. und in pluralistischen Gesellschaften ist das gar nicht so einfach. Zum zweiten benötigen wir einen Weg der Transformation und hier wird es haarig. Was, wenn es derzeit zu viele Menschen gibt, um wirklich ökologisch nachhaltig zu leben? Was ist da die Antwort? Geburtenkontrolle und Stagnation auch in Teilen der Erde, in denen die Menschen ums nackte Überleben kämpfen -- zu Gunsten einer Bewahrung endlicher Ressourcen für die Nachwelt?

Warum glauben Sie, dass von Eliten geführte Gesellschaften nicht überlebensfähig wären? Auch eine repräsentative Demokratie wird notwendigerweise von Eliten geführt -- nämlich von Berufspolitikern, die sich mehr oder weniger auf diese Tätigkeit spezialisiert haben und einen (mehrfachen) Auswahlprozess durchlaufen haben. Unterstellt man, dass der Wähler denjenigen Kanditdaten wählt, den er für den Besten hält, wählt er eine Elite. Außerdem zeigt die Geschichte, dass selbst Diktaturen sehr lange überleben können.