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Wertstoffgesetz - Ziele?

Die aktuelle Diskussion um das Wertstoffgesetz ist getrieben von der Diskussion um die künftigen Zuständigkeiten: wer macht was, private gegen kommunale Entsorgungswirtschaft, Gewinnerzielungsinteressen... ich wünsche mir, dass man sich erst ein mal überlegt, was das Wertstoffgesetz überhaupt bewirken soll (Stichworte: ökologisch vorteilhafte Verpackungen, Abfallvermeidung, gesellschaftliche Lenkungsfunktion etc.). Wie das dann effizient umgesetzt werden kann, muss im Nachgang diskutiert werden, weder die kommunalen, noch die privaten Entsorger haben sich in der jüngsten Vergangenheit mit Ruhm bekleckert, so dass ich keiner der beiden Seiten alleine die Verantwortung überlassen möchte.

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Nächster Vorschlag

Aufklärungsarbeit von klein auf

Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder von klein auf mit dem Thema in Berührung kommen und sie es als ganz normal empfinden ressourcenschonend zu leben und zu handeln.

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Pflichtgebühr auf Plastiktüten

In Irland hat das geklappt. Die Plastiktüte muss nicht unbedingt verboten werden- denn sie hat viele Vorteile.
Aber eine Pflichtgebühr auf Plastiktüten würde den Verbrauch stark senken. Es gibt Alternativen die viel länger im Gebrauch sind: Baumwolltaschen, Jutebeutel, Papiertüten. Die Ökobilanzen sind nicht immer besser aber dafür sind sie länger im Gebrauch (anders als die Plastiktüte: sie wird im Durchschnitt 25 min benutzt). Und das große Problem bei der Plastiktüte entsteht auch vor allem dann, wenn sie schon längst Müll ist. Sie braucht bis zu 500 Jahr bis sie zersetzt ist und selbst dann ist sie noch da: in Form von Mikroplastik. Dieses kann in die Nahrung von Fischen und somit auch in unseren Körper gelangen. Außerdem braucht man zur Herstellung von Plastiktüten Unmengen an Erdöl. Fakt ist, der Verbrauch von Plastiktüten muss gesenkt werden. Eine Pflichtgebühr auf die Tüten ist daher meiner Meinung nach eine gute Idee.

Statt Plastiktüten sollte immer, zum gleichen Preis, eine Stofftasche aus fair und sozial verträglichem Anbau angeboten werden. Stofftaschen haben einfach einen anderen Touch und werden nicht so reflexartig in den Müll geworfen wie Plastikttüten. Vielleicht tendieren wir dann eher dazu die Stofftasche gleich zum einkaufen mitzunehmen.

Hinweise wie:
-Plastik gefährdet die Gesundheit ihrer Familie
- Über diese Plastiktüte freuen sich noch ihre ur- ur- urenkel (mit dem passenden Bild der Ur-Enkel inmitten einer Plastikmüllhalde)
- Hinweise auf Webseiten die über Plastikmüll informieren .......

Die Verwendung von Plastiktüten sollte prinzipiell eingestellt und nicht "nur" über ein Pfandsystem geregelt werden.
So sollten flächendeckend an Obst- und Gemüseständen, die angebotenen Plastik- gegen Papiertüten ausgetauscht werden, da diese meistens direkt zuhause im Mülleimer landen.

Moderationskommentar

Ein Veranstaltungshinweis: Derzeit läuft der bundesweite Design-Wettbewerb „BagUp Fashion AWARD“ von LIFE e.V. (http://bagup-award.de/). Mit diesem sind alle kreativen Köpfe wie Modedesigner/innen der Haute Couture über Modedesign-Student/innen bis hin zu Do-It-Yourself-Aktive aufgerufen, die Tragetasche neu zu denken und tolle, kreative Entwürfe zu entwickeln. Mit dem Wettbewerb soll auf den übermäßigen Konsum von Plastiktüten hingewiesen werden.

Der 3. Juli ist der Internationale Plastiktütenfreien Tag. Mit Aktionen wird weltweit auf den massenhaften Plastiktütenkonsum und seine Folgen aufmerksam gemacht. Der BagUp Fashion Award beteiligt sich daran und will wirklich neue Alternativen zur Plastiktüte aufzeigen. Auf dem Berliner Aktionsfest zum Plastiktütenfreien Tag am Alexanderplatz wird neben interaktiven Aktionen und Infoständen die Verleihung zum Bag Up Fashion AWARD und die Präsentation der 15 besten Designs stattfinden (http://plastiktuetenfreiertag.de/aktionsfest-am-3-7-2015/).