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Lebe Einfach!

Wir leben über unsere Verhältnisse.

Wir haben jegliches Maß verloren.

Der ökologische Fußabdruck eines Deutschen liegt bei 11 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Der für Klima und Erde noch verträgliche Wert liegt jedoch bei 2,5 Tonnen CO₂-Äquivalenten.

Ein bewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen, eine Verbesserung der Energieeffizienz, nachhaltiges Wirtschaften, Recycling und andere Maßnahmen der Nachhaltigkeit können unseren ökologischen Fußabdruck senken. Dass wir dadurch den für unsere Erde noch verträglichen Wert erreichen, ist eine Mär, die uns die Wirtschaft, die Medien und leider auch die Politik verkaufen und wir gerne glauben.

Wir müssen vielmehr lernen, dass weniger Konsum, Globalisierung und Mobilität mehr leben und auch mehr Leben bedeuten.

Ich plädiere dafür, wieder einfacher zu leben! Entgegen der weitläufigen Meinung und Angst, führt ein einfaches, minimalistisches Leben nicht zu Verzicht, sondern zu persönlichem, gesellschaftlichem und ökologischem Gewinn.

Auf dem Blog http://www.einfachbewusst.de gibt es zahlreiche Tipps, wie man einfacher Leben kann und dadurch mehr Zeit, mehr Geld, mehr Zufriedenheit, mehr Freiheit, mehr Gelassenheit, mehr Platz und mehr Nachhaltigkeit erlangt.

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Nächster Vorschlag

Alu in Kaffeekapseln

Wenn die Leute 60 € Aufpreis akzeptieren, um fürs Pfund Kaffee noch ein halbes Pfund Aluminium, das umgehend im Abfall landet, kaufen zu können, brauchen wir über Ressourceneffizienz nicht zu diskutieren. Kaffeekapseln sind nur ein Beispiel von vielen. Klamotten, Smartphones und vieles mehr kennzeichnen unsere Wegwerfkultur. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Die wenigen Ernsthaften werden zudem noch als Käuze belächelt; Beispiel: Wer sich beim Flugtourismus zurückhält, stößt oft auf völliges Unverständnis.
Es ist gut, dass dieser Dialog gestartet wird. Vielleicht hilft er, das deutsche Eiapopeia-Nachhaltigkeitsklima nach dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass." mal mit der Realität zu konfrontieren.

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Kunststoff-Kreislauf

Um wirklich effizient und nachhaltig leben zu können, muss auch der Plastik-Kreislauf endlich geschlossen werden. Der grüne Punkt bedeutet nämlich nicht, dass eine Verpackung nicht mehr in der Müllverbrennung landet.
1. Kennzeichnung aller Teile einer Verpackung - auch das Plastiksichtfenster in der Pappschachtel, die Folie an der Käsetheke und die Plastiktüte.
Nur was gekennzeichnet ist, kann sortiert und sinnvoll recycelt werden.
2. Für Verpackungen sollten nur 2-3 Kunststoffarten zugelassen sein, z.B. PP, PE und PET, die auch jetzt schon das Meiste abdecken.
Was man in Reinform sammeln kann, kann man auch sinnvoller recyceln.
3. Auch die Zusatzstoffe (Weichmacher und Stabilisatoren) sollten limitiert werden nach dem Motto: Lieber weniger und gut getestete Stoffe mit strengen Zulassungsverfahren erlauben, als mühsam und viel zu spät die Schädlichsten zu verbieten (für BPA längst fällig).
Man bedenke, dass sie alle in die Umwelt gelangen und somit in unsere Nahrungskette! Und - nur wenn auch die Zusatzstoffe weniger giftig sind, kann man Recycling-Kunststoff "unbedenklich" einsetzten.
Letztlich ist der Kunststoff-Kreislauf erst dann geschlossen, wenn aus einer Lebensmittelverpackung auch wieder eine Lebensmittelverpackung werden kann...

Wichtig: Verstösse müssen empfindlich und international geahndet werden - sonst interessiert das z.B. die Chinesen sicher wenig...

PS: Kostenlose Plastiktüten (auch für Obst, Gemüse oder Brot) gehören sich verboten.

Extrem wichtig finde ich, dass Recycling von Kunststoffverpackungen und Plastiktüten weltweit umgesetzt wird. Deutschland und die EU alleine können die Welt nicht retten. Die Frage ob stofflich oder thermisch recycelt wird, erscheint mir eher zweitrangig, jedenfalls solange noch ein Großteil der Energieerzeugung auf Kohle, Gas und Öl basiert. Je mehr Energie durch Abfallverbrennung erzeugt wird, umso weniger fossile Brennstoffe werden verbraucht. Das ist zwar nicht ganz ein Nullsummenspiel, aber doch zu einem großen Teil.