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Wohnraum wieder nutzen

es geht uns um die Nutzung von vorhandener Wohnfläche und damit um die Senkung der Nachfrage nach weiterer Wohnfläche durch Neubau mit weiterem Flächenverbrauch und auch mehr Heizenergie (beim Neubau viel bei Erstellung und erst dann weniger beim Betrieb).
- vielerorts ausserhalb der Ballungszentren ist das Eigenheim keine exklusive sondern eine normale Wohnform
- bei nicht wenigen Gebäuden ist aufgrund familiärer Entwicklung die nutzende Personenzahl erheblich gesunken
- einige Hauseigentümer können und wollen den vorhandenen Wohnraum nicht mehr vollständig nutzen
- so wächst der Wohnraum pro Person demografiebedingt

Fazit: es gibt bereits heute erheblich günstigen Wohnraum im bestehenden Gebäudebestand, der derzeit nicht genutzt wird

Möglichkeiten:
- ein Teil des vorhandenen nicht mehr vollständig genutzten Wohnraums im Haus kann von kleinen Haushalten mit 1 oder 2 Personen genutzt werden
- die dadurch zufliessenden Mittel können zur weiteren kontinuierlich Verbesserung wie Energieeinsparung des Hauseigentums eingesetzt werden

Hemmnisse (kleiner Auszug):
- eine Vermietung erfordert in der Regel Investitionen zur Herstellung von abgeschlossenem Wohnraum
- die rechtliche Einbindung von Vermietung ist nicht trivial

Darüber hinaus gibt es soziale Aspekte, die positiv in einer älter und leider auch einsamer werdenden Gesellschaft wirken könnten.

Thomas Myslik
myslik@bund-oldenburg.de
BUND Kreisgruppe Stadt Oldenburg

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Güllekompostierung

Die konventionelle Landwirtschaft nutzt zurzeit in der Regel mineralischen bzw. energieintensiven Dünger (Kalium, Phosphate, Stickstoff). Diese Ressourcen lassen sich durch die Ausbringung von Gülle einsparen.

Gülle wird aber heutzutage durch die industrielle Tierhaltung zunehmend zu einem Problem. Häufiges Ausbringen von Gülle bewirkt eine Überdüngung der Felder, insbesondere mit Nitrat, welches auch oft ausgewaschen wird und ins Grundwasser gelangt.

Die Lösung zur Nutzung dieses natürlichen Rohstoffes ist die Kompostierung. Die hauptsächlichen Vorteile sind die Fixierung des Stickstoffes und den Aufbau von Humus. Letzteres macht die Kompostierung gegenüber den Gärrückständen der Biogasanlagen vorteilhafter. Anstatt den gebundenen Kohlenstoff zu verheizen (Pyrolyse) oder teilweise zu entfernen (Fermentation) kann man Gülle als vollwertigen Dünger verwenden. Weiterhin treten wie bei den Gärrückständen kaum unangehme Geruchsbelästigungen für die Bürger auf und der Stickstoff kann von den Pflanzen dann genutzt werden, wenn er auch benötigt wird.

Es gibt schon seit den 90ern gute Patente für diese ressourcen- und umweltschonende Düngetechnologie. Allerdings ist die Güllekompostierung noch nicht wirtschaftlich. Die Bundesregierung sollte daher Pilotprojekte durchführen und finanzieren. Zusätzlich können und sollten Begleitgesetze zur Ablösung ressourcenverbrauchender Dünger vorangetrieben werden,

Christoph Peschke, Bundesvorsitzender Junge Ökologen

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Entsorgungskosten erhöhen

Wir haben vor einigen Jahren eine neue Technologie entwickelt, mit der man hocheffizient Ressourcen schonend Produkte herstellen kann. Damit wurden wir u.a. mit dem Materialeffizienzpreis in BW ausgezeichnet. Als großes Hemmnis bei der Umsetzung unserer Technologie finden wir einerseits die viel zu niedrigen Deponiekosten und andererseits die großzügige Verbrennung von Material. Der Bau von Müllheizkraftwerken hat zu einem Überangebot bei uns in Deutschland geführt.
Solange es einfacher und billiger ist, etwas wegzuwerfen oder zu verbrennen, wird es kein sinnvolles Recyclen bei uns geben.