Vorheriger Vorschlag

Nicht reden sondern handeln

In den bisherigen Beiträgen werden wesentliche Aspekte genannt, die seit langem untersucht und bekannt sind. Es ist höchste Zeit, diese Erkenntnisse umzusetzen - wenn es nicht schon zu spät ist.

Hier ein paar Beispiele:
Aus Ökobilanzen kennen wir die Umweltbelastungen für Produkte.
CO2-Footprints zeigen den CO2 Ausstoß unserer Aktivitäten und unseres Verbrauchs.
Umweltverträglichkeitsprüfungen belegen, welchen Einfluss Projekte auf unsere Umwelt haben.

Es gibt vermutlich zu allen angesprochenen Themen bereits Studien, die Lösungen aufzeigen, u.a. auch wann Mehrweg- und wann Einwegverpackungen sinnvoll sind, welche Wege wir im Alltag zurücklegen und welches Verkehrsmittel dafür geeignet ist, wie der Energieverbrauch um 20 % zu senken ist und zwar nur durch geändertes Nutzerverhalten usw. usw. ....

Und es gibt bereits viele gute Beispiele für alle Lebensbereiche wie z.B. energieautarke Gebäude, ÖPNV für alle (Skandinavien), Verbot der Lebensmittelvernichtung (Frankreich), .....

Die Liste ließe sich mit vielen guten Beispielen ergänzen.

Politiker müssen jetzt handeln.

weiterlesen
Nächster Vorschlag

Ressourceneffiziente Produkte

Die bisherigen Beiträge zeigen sehr schön die einzelnen Aspekte und Facetten des Themas "Umgang mit Ressourcen". Wirkungsvoll wäre es, gesetzlich Prioritäten für die Herstellung von Produkten festzulegen wie sie z.B. für Abfälle im Kreislaufwirtschaftsgesetz festgeschrieben sind:

1. Lange Nutzungsdauer und Reparierbarkeit
2. Herstellung neuer Produkte mit geringem Einsatz von Ressourcen
3. Upcycling
4. 100 % Recycling

Zukünftig werden Produkte, die diese Kriterien nicht erfüllen, mit einer Umweltabgabe belegt. Die Einnahmen fließen direkt als steuerliche Erleichterungen an Unternehmen, die ressourceneffiziente Produkte herstellen. Damit werden langlebige, reparierbare Produkte günstiger als nicht ressourceneffiziente Produkte. den Rest wird dann der Markt regeln.
Ergänzt wird ein derartiges Regelwerk durch Einrichtungen für Tausch, Leasing, gemeinsame Nutzung, Reparaturworkshops/Cafes .....

weiterlesen

Ausbau des Radwegenetzes

Ressourceneffizienz bedeutet auch den zielgenauen Einsatz von Kraftfahrzeugen. Viele innerstädtische Wege müssen nicht mit dem Auto zurück gelegt werden. Wenn ein attraktives Radwegenetz zur Verfügung steht, steigen mehr Leute vom Auto auf das Rad um, weil sie merken, dass es einfach schneller ist, um sich in der Stadt zu bewegen,
Präsente Radfahrer erhöhen auch deren Sicherheit: also Rad-Wartezonen an Ampeln VOR den Autos. Streifen auf der Fahrbahn als Rad-Schutzzonen.
Und: ordentliche Rad-Abstellplätze stärken den Anreiz und senken die Diebstahlgefahr.

Weiß eigentlich jemand etwas über den Rebound-Effekt bei E-Bikes? Werden mehr Personen vom Auto auf das E-Bike umsteigen als vom klassischen Fahrrad auf das E-Bike? Und wie sieht es mit den Auswirkungen auf den ÖPNV aus?

Liebe Frau Remmert, mir sind keine Studien dazu bekannt. Derartige Effekte sind sehr schwer zu beziffern und eigentlich nur durch umfangreiche empirische Erhebungen zu belegen. Es wird aber sicherlich so sein, dass das E-Bike für klassische Radfahrer eine attraktive Alternative ist. In diesem Fall wäre der Umweltnutzen dahin. Schließlich hilft das E-Bike zwar dabei, schneller oder weniger geschwitzt ins Büro zu kommen. Wer allerdings bisher aufgrund des Wetters, der Frisur, der Kleidung oder auch aus Gewohnheit das Auto bevorzugt hat, für den wird auch das E-Bike keine Lösung sein. Dies sollte bei den Förderprogrammen zu E-Bikes bedacht werden.

Hallo KWI,
vielen Dank für die Antwort. Ich teile diese Meinung vollkommen. Insbesondere Werbung und Informationskampagnen der politischen Institutionen kommt da eine hohe Verantwortung zu.
Ich habe hier noch keine richtig gute Idee, wie man das umsetzen könnte, Vielleicht fällt grafische Begabten da ja etwas ein, wie man anschaulich zeigen kann, für wen und bei welchen Zwecken das Fahrrad oder das Zufußgehen immer noch die umweltfreundlichste Alternative bleibt.