Vorheriger Vorschlag

Kunststoff-Kreislauf

Um wirklich effizient und nachhaltig leben zu können, muss auch der Plastik-Kreislauf endlich geschlossen werden. Der grüne Punkt bedeutet nämlich nicht, dass eine Verpackung nicht mehr in der Müllverbrennung landet.
1. Kennzeichnung aller Teile einer Verpackung - auch das Plastiksichtfenster in der Pappschachtel, die Folie an der Käsetheke und die Plastiktüte.
Nur was gekennzeichnet ist, kann sortiert und sinnvoll recycelt werden.
2. Für Verpackungen sollten nur 2-3 Kunststoffarten zugelassen sein, z.B. PP, PE und PET, die auch jetzt schon das Meiste abdecken.
Was man in Reinform sammeln kann, kann man auch sinnvoller recyceln.
3. Auch die Zusatzstoffe (Weichmacher und Stabilisatoren) sollten limitiert werden nach dem Motto: Lieber weniger und gut getestete Stoffe mit strengen Zulassungsverfahren erlauben, als mühsam und viel zu spät die Schädlichsten zu verbieten (für BPA längst fällig).
Man bedenke, dass sie alle in die Umwelt gelangen und somit in unsere Nahrungskette! Und - nur wenn auch die Zusatzstoffe weniger giftig sind, kann man Recycling-Kunststoff "unbedenklich" einsetzten.
Letztlich ist der Kunststoff-Kreislauf erst dann geschlossen, wenn aus einer Lebensmittelverpackung auch wieder eine Lebensmittelverpackung werden kann...

Wichtig: Verstösse müssen empfindlich und international geahndet werden - sonst interessiert das z.B. die Chinesen sicher wenig...

PS: Kostenlose Plastiktüten (auch für Obst, Gemüse oder Brot) gehören sich verboten.

weiterlesen
Nächster Vorschlag

Transport- und Ressourcenmanagement am Beispiel von Aluminium

Aluminium ist ein Leichtmetall, welches bei der Herstellung aus Bauxit viel der Ressource Energie verbraucht. Aluminium ist aber aufgrund seiner Leichtigkeit wichtig, um andere Ressourcen zu schonen. Daher gilt es ein gutes Recycling umzusetzen. Aber wenn schon eine primäre Herstellung erfolgt, dann sollte folgender Ansatz gelten:

In Deutschland gibt es nur noch eine Produktionsstätte von Primäraluminium aus dem Rohstoff Bauxit. Bauxit ist um ein Vielfaches schwerer als das Endprodukt Aluminium. Es daher besser das Aluminium direkt bei der Bauxitlagerstätte zu produzieren. Deutschland bezieht sein Bauxit hauptsächlich aus Guinea. Für ein Erreichen des Effizienzzieles ist aber noch eine erneuerbare Stromproduktion in Guinea zu errichten. Guinea würde aus entwicklungspolitischen Gründen daraus profitieren. Wertsteigerung beim Exporterlös, Energieproduktion für das Land aus der schier unendlichen Ressource Sonne, Anziehung von weiteren Investitionen. Und Deutschland würde profitieren, indem wir einen großen Stromverbraucher auslagern und aufgrund der höheren Stromkosten hierzulande nicht mehr mit der ungerechten Energieumlage finanzieren müssten. Und der Transport von Guinea nach Deutschland wird deutlich reduziert. Ein Win-Win-Win Projekt - für Deutschland, Guinea und natürlich für die Umwelt. Die Ressourcen Öl, Kohle und Gas werden geschont und dabei noch das Klima geschüzt. Und wer hier deswegen den Job verliert, wird zukünftig beim Recycling von Aluminium Arbeit finden.

weiterlesen

Alu in Kaffeekapseln

Wenn die Leute 60 € Aufpreis akzeptieren, um fürs Pfund Kaffee noch ein halbes Pfund Aluminium, das umgehend im Abfall landet, kaufen zu können, brauchen wir über Ressourceneffizienz nicht zu diskutieren. Kaffeekapseln sind nur ein Beispiel von vielen. Klamotten, Smartphones und vieles mehr kennzeichnen unsere Wegwerfkultur. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Die wenigen Ernsthaften werden zudem noch als Käuze belächelt; Beispiel: Wer sich beim Flugtourismus zurückhält, stößt oft auf völliges Unverständnis.
Es ist gut, dass dieser Dialog gestartet wird. Vielleicht hilft er, das deutsche Eiapopeia-Nachhaltigkeitsklima nach dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass." mal mit der Realität zu konfrontieren.