Vorheriger Vorschlag

Gemeinden, Schulen, Krankenhäuser als Verbraucher

Veränderungen können grob von zwei Seiten ausgehen: Zentrale Regelung (Gesetze) oder Nachfrage (Verbraucher). Neben der Gesetzgebung haben Bund und Länder auch als Grossverbraucher entsprechend grosse Verantwortung, zusätzlich zur Vorbildfunktion:
1. Alle Briefe/Flyer auf Recyclingpapier drucken (Schulhefte aus Recyclingpapier und Schnellhefter aus
Pappe statt Plastik auf die Besorgungsliste und Eltern darauf hinweisen, dass Aufziehfüller oder -patronen die bessere Wahl sind)
2. Recyclingpapier auch auf dem WC und als - falls verwendet - Einmalhandtuch.
3. (der Vorschlag stammt aus einem Beitrag hier) Trockenseife ohne Plastikverpackung zum Reiben oder als Pulver aus dem Pappkarton

Für öffentliche Aufträge:
4. keine Verwendung von Tropenhölzern, bevorzugt oder verpflichtend FSC-Holz.
5. Kein Bodenbelag oder Kabelummantelungen ,-schächte aus PVC in öffentlichen Gebäuden. Neben der umweltschädlichen Herstellung und Entsorgung besteht hier im Brandfall auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko durch das Entstehen hochgiftiger Gase (Dioxine, Furane) und Salzsäure, die anschliessend auch extrem hohe Sanierungskosten verursachen.
6. Regionale Produktion vorziehen. Das spart Transportwege und fördert auch lokale Arbeitsplätze.
7. Bei der Vergabe Umweltgesichtspunkte (Langlebigkeit, Nachhaltigkeit) mitberücksichtigen - dafür müsste es ggf. eine finanzielle Unterstützung vom Bund geben, da viele Gemeinden sich das langfristig Bessere sonst nicht leisten können.

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Nächster Vorschlag

Bildung und Aufklärung

Ich finde es toll wenn sich viele Menschen Gedanken über nachhaltigen Umgang mit den endlichen Ressourcen dieses Planeten machen. Wir sollten uns aber auch die Frage stellen warum nicht alle Menschen dies tun.
Ein Lösungsansatz wäre es in Bildung und Aufklärung zu investieren. Umweltschutz als Unterrichtsfach kann langfristig helfen, bereits bei jungen Menschen umweltgerechte Verhaltensweisen zu manifestieren. Wir haben schon zu viele Gesetze und Vorschriften, wir müssen uns freiwillig den Herausforderungen stellen.

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Absolute Kennzeichnungspflicht

Für Lebensmittel und Kosmetika ist es schon lange Pflicht - warum sollte der Verbraucher dann nicht auch bei anderen Dingen (Gebrauchsgegenstände, Verpackungen, Spielzeug !!) das Recht haben, zu wissen, woraus sie bestehen? Es würde mich z.B. schon sehr interessieren, woraus das Plastiktierchen besteht, das mein Sohn so gerne durchkaut - etc.
Eine bewusste Entscheidung für oder gegen ein Material ist schliesslich nur möglich, wenn es Informationen darüber gibt.
Gerade Plastik ist in der Entsorgung ein riesiges Problem, weil es so viele verschiedene Stoffe umfasst. (Siehe "Kunststoff-Kreislauf"). Eine genaue Kennzeichnung inkl. Zusatzstoffen ist die Voraussetzung für jede weitere Massnahme, wie z.B. Abgaben für nicht/schlecht recyclebare oder bes. umwelt- oder gesundheitsschädigende Stoffe, bzw. Vergünstigungen für nachhaltige Produktion oder geschlossene Stoffkreisläufe.