Ausbau des Radwegenetzes

Ressourceneffizienz bedeutet auch den zielgenauen Einsatz von Kraftfahrzeugen. Viele innerstädtische Wege müssen nicht mit dem Auto zurück gelegt werden. Wenn ein attraktives Radwegenetz zur Verfügung steht, steigen mehr Leute vom Auto auf das Rad um, weil sie merken, dass es einfach schneller ist, um sich in der Stadt zu bewegen,
Präsente Radfahrer erhöhen auch deren Sicherheit: also Rad-Wartezonen an Ampeln VOR den Autos. Streifen auf der Fahrbahn als Rad-Schutzzonen.
Und: ordentliche Rad-Abstellplätze stärken den Anreiz und senken die Diebstahlgefahr.

Weiß eigentlich jemand etwas über den Rebound-Effekt bei E-Bikes? Werden mehr Personen vom Auto auf das E-Bike umsteigen als vom klassischen Fahrrad auf das E-Bike? Und wie sieht es mit den Auswirkungen auf den ÖPNV aus?

Liebe Frau Remmert, mir sind keine Studien dazu bekannt. Derartige Effekte sind sehr schwer zu beziffern und eigentlich nur durch umfangreiche empirische Erhebungen zu belegen. Es wird aber sicherlich so sein, dass das E-Bike für klassische Radfahrer eine attraktive Alternative ist. In diesem Fall wäre der Umweltnutzen dahin. Schließlich hilft das E-Bike zwar dabei, schneller oder weniger geschwitzt ins Büro zu kommen. Wer allerdings bisher aufgrund des Wetters, der Frisur, der Kleidung oder auch aus Gewohnheit das Auto bevorzugt hat, für den wird auch das E-Bike keine Lösung sein. Dies sollte bei den Förderprogrammen zu E-Bikes bedacht werden.

Hallo KWI,
vielen Dank für die Antwort. Ich teile diese Meinung vollkommen. Insbesondere Werbung und Informationskampagnen der politischen Institutionen kommt da eine hohe Verantwortung zu.
Ich habe hier noch keine richtig gute Idee, wie man das umsetzen könnte, Vielleicht fällt grafische Begabten da ja etwas ein, wie man anschaulich zeigen kann, für wen und bei welchen Zwecken das Fahrrad oder das Zufußgehen immer noch die umweltfreundlichste Alternative bleibt.