Biogasnutzung in Kläranlagen

Es liegt in der Natur der Sache und ist statistisch erwiesen, dass Kläranlagen oft mehrere Kilometer vom Ortsrand entfernt angesiedelt sind. Große Anlagen verfügen über Faulbehälter, in denen Biogas gebildet und gesammelt wird. In Deutschland ist es üblich, dieses Klärgas mittels Verbrennung in einem Blockheizkraftwerk "energetisch" zu verwerten; d.h.; es entsteht staatlich subventionierte Elektroenergie und nicht wesentlich weiter benötigte Wärmeenergie- weil: die Kläranlage liegt zumeist abseits jeglicher Bebauung und es wäre wirtschaftlicher Wahnsinn, den exorbitanten produzierten Wärmeüberschuss zur Wohn- bzw. Industriebebauung abzuführen.
Bau und Betrieb von Blockheizkraftwerken kosten die Unsummen. Ertrag entsteht nur durch den subventionierten Energieverkauf.
Ca. 40 % Wärme bleiben wirtschaftlich ungenutzt und werden unter Ressourcenverbrauch klimaschädigend vernichtet (Führung der heißen Abluft an die Umgebung).
Wirtschaftlicher wäre es, das Klärgas aufzufangen, zu reinigen und damit die Fahrzeugflotte der Unternehmensträger zu versorgen. Man würde BHKW-Kosten sparen, Treibstoffkosten minimieren und Abwärmeverluste vermeiden. Die Technologie ist nicht neu und z.B. in Brasilien praktiziert.
Niemand nimmt diese Hinweise ernst und bilanziert den wirtschaftlichen Vorteil, welcher durch Ressourceneinsparung bei BHKW-Anschaffung und -betrieb +Wärmevernichtungsanlagen, Treibstoffeinsparung der Unternehmensträger und Subventionsverzicht für die Gesellschaft entstehen wird

Der Staat verhält sich zunächst aus verschiedenen Gründen nicht immer wirtschaftlich.
Fast immer kehrt man aus verschiedenen Gründen irgendwann zu den Ursprüngen zurück.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, Vernunft oder Rechtssprechung.
Vor allem deshalb verdient genannter Ansatz fachliche und auch angemessene politische Beachtung