Wohnraum wieder nutzen

es geht uns um die Nutzung von vorhandener Wohnfläche und damit um die Senkung der Nachfrage nach weiterer Wohnfläche durch Neubau mit weiterem Flächenverbrauch und auch mehr Heizenergie (beim Neubau viel bei Erstellung und erst dann weniger beim Betrieb).
- vielerorts ausserhalb der Ballungszentren ist das Eigenheim keine exklusive sondern eine normale Wohnform
- bei nicht wenigen Gebäuden ist aufgrund familiärer Entwicklung die nutzende Personenzahl erheblich gesunken
- einige Hauseigentümer können und wollen den vorhandenen Wohnraum nicht mehr vollständig nutzen
- so wächst der Wohnraum pro Person demografiebedingt

Fazit: es gibt bereits heute erheblich günstigen Wohnraum im bestehenden Gebäudebestand, der derzeit nicht genutzt wird

Möglichkeiten:
- ein Teil des vorhandenen nicht mehr vollständig genutzten Wohnraums im Haus kann von kleinen Haushalten mit 1 oder 2 Personen genutzt werden
- die dadurch zufliessenden Mittel können zur weiteren kontinuierlich Verbesserung wie Energieeinsparung des Hauseigentums eingesetzt werden

Hemmnisse (kleiner Auszug):
- eine Vermietung erfordert in der Regel Investitionen zur Herstellung von abgeschlossenem Wohnraum
- die rechtliche Einbindung von Vermietung ist nicht trivial

Darüber hinaus gibt es soziale Aspekte, die positiv in einer älter und leider auch einsamer werdenden Gesellschaft wirken könnten.

Thomas Myslik
myslik@bund-oldenburg.de
BUND Kreisgruppe Stadt Oldenburg

Wir haben auch schon öfter überlegt, wie wir einen Teil des Hauses bzw. sogar das ganze Haus vermieten könnten. Die Herstellung separaten Wohnraums ist das eine, das grössere Problem ist aber, v.a. beim Vermieten an Familien, dass man als Vermieter in Deutschland sehr schlecht geschützt ist. Wenn ich nicht das Recht habe, Mietnomaden innerhalb kürzester Zeit vor die Tür zu setzen, sondern ihnen evtl. auch noch viele Monate lang die Nebenkosten bezahlen muss, überlege ich es mir nat. dreimal, bevor ich fremde Leute in meinem Eigentum wohnen lasse.