Sinnerfülltes Leben jenseits des Konsumwahns

Ressourcenverbrauch hängt primär mal mit den eigenen Werten und Lebensentwürfen zusammen.
Hier einige wenige Aspekte dazu:
Der Konsumterror der heutigen Gesellschaft wird leider noch allzu oft von den Städten und Kommunen gefördert indem sie weiterhin Shoppping Center auf der grünen Wiese planen, dadurch u.a. Verkehr produzieren, die wertvolle Ressource "Fläche" verbrauchen und nebenbei die dezentrale Wohnortnahe Grundversorgung immer mehr verdrängen.
Wir müssen aufhören unseren Lebensinhalt in der Anhäufung von immer mehr Dingen zu sehen die uns kurzfristig befriedigen aber langfristig Müll verursachen und unsere wertvollen Ressourcen immer mehr verbrauchen.
Wir brauchen wieder geregelte Ladenschlusszeiten und eine Ende des ständigen "zu jeder Zeit noch kaufen können" und eine Ende der unsäglichen verkaufsoffenen Sonntage. Und wir brauchen politische Unterstützung von Transition Initiativen wie z.B das durch ehrenamtliche Engagement getragen Prinzip der RepairCafés, die sich dem Ressourcenverbauch entgegenstellen und wieder Reparieren statt wegwerfen.
Ressourcen Schonen funktioniert leider nicht nur durch effizienteren Einsatz von Ressourcen und Energieeffizienz wie es so oft als "Allheilmittel" von der Politik propagiert wird da man ja bereits festgestellt hat das Effizienzsteigerungen oft zu mehr Ressourcenvebrauch führen sondern endlich ein klares Bekenntnis zu weniger Wachstum und einem alternativen Wirtschaftssystem.

Ich frage mich, ob "die Politik" hier eingreifen kann. Der Sinneswandel muss zuallererst von uns kommen. Natürlich kann die Politik Rahmenbedingungen schaffen und bspw. keine weiteren Flächen für außerstädtische Einkaufszentren schaffen oder die innenstädtischen Flächen von den Supermarktketten wiederherstellen lassen, nachdem diese ausgezogen sind. Aber solange die Masse der Verbraucher diese Strukturen aktiv nutzt und nachfragt, wäre es mit demokratischen Grundsätzen kaum vereinbar, hier einzugreifen. Was aus meiner Sicht hilft ist Bildung, und zwar so früh wie möglich, und außerdem dem Internalisierung negativer externer Effekte -- warum soll die Gemeinschaft für die unerwünschten Folgen von individuellen Entscheidungen aufkommen?